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Coronavirus Covid19 (2019-nCoV/SARS-CoV-2): Was kann ich tun, wie kann ich mich schützen?

 

Was hilft bei 2019-nCoV?

Eine Impfung gegen 2019-nCoV ist zur Zeit nicht möglich, bei einer Erkankung werden nur die Beschwerden gelindert (symptomatische Theapie). Eine Impfung könnte frühestens Ende des Jahres zur Verfügung stehen.

In China wurde experimentell ein Remdesvir eingesetzt, ein Virustatikum, das auch schon bei SARS zum Einsatz kam.

Zur Zeit wird auch Camotstat in klinischen Studien getestet, ein Medikament, das den Eintritt des Virus in die Zelle hemmen könnte.

Die Universität von Oxford hat in einer Studie festgestellt, dass bei schwersterkrankten beatmungspflichtigen Patiebnten die Todesrate durch Gabe von Dexamethason gesenkt werden konnte.

 

Was hilft, ist

  • konsequente Hygiene allgemein
  • Händewachen
  • Handdesinfekion Video|PDF (Alkohol >62%, Isporopanol mit Zusatz "begrenzt viruzid")
  • Abstand zu Erkankten halten
  • Hygiene beim Husten und Schnupfen (Tragen Sie eine Atemschutzmaske, egal welche.)
  • Orte mit vielen Menschenkontakten meiden
  • Kontakte reduzieren, wenn dann doch, dann
  • Abstand mehr  als 2m
  • Kontaktzeit weniger als <15min

Die Handhygiene mit Waschen ist hierbei einfach durchführbar und wirksam.  Nach dem Händewaschen kann auch eine Handdesinfektion angewendet werden.

Wenn Sie Desinfektionsmittel benötigen, sprechen Sie uns an. Wir halten Hand- und Flächen-Desinfektionsmittel für Sie vorrätig.

Wann sollte ich Händewaschen?

  • bei verschmutzen Händen
  • beim Nachhausekommen
  • vor dem Essen
  • vor der Zubereitung von Essen
  • nach der Toilette
  • vor dem Wickeln und nach dem Umgang mit Kinderwindeln
  • nach dem Kontakt mit Kranken, vor der Benutzung von Kontaktlinsen

Hilft ein normaler Mundschutz?

Ein normalen Mund-/Nasenschutz, der Mund und Nase bedeckt, kann die Ansteckung nicht verhindern, jedoch sollten alle Erkankten einen solchen Schutz tragen, damit sie nicht weitere Personen anstecken oder durch Kontakt von Hand/Gesicht/Mund den Virus übertragen. Ein einfacher Mundaschutz ist hier nicht ausreichend.

Anleitung Mundschutz

Damit vor allem ältere Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige geschützt werden, sollten Pflegedienste und pflegende Angehörige einen sogenannten Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen. Dieser kann sehr einfach selbst hergestellt werden. Eine einfache Näh- und Pflegeanleitung (pdf, 1190 kB) stellen Stadt Essen und Feuerwehr zur Verfügung.


Welcher Mundschutz hilft?

Es helfen nur spezielle Gesichtsmasken (FFP-filtering face piece ), die kleine Tröpfchen zurückhalten können. Diese machen zum jetzigen Zeitpunkt nur Sinn, wenn Sie sich in einem infektiösen Bereich aufhalten. FFP2 Masken sind nach heutigem Wissen ausreichend.

Neue Therapieansätze

In den USA wird seit März 2020 mit einer Ausnahmegenehmigung inhalativ Stickstoffmonoxid eine Herstellers getestet. Bereits bei SARS hatte sich eine Senkung der  Vermehrung als Wirkung auf diese Coronaviren gezeigt, zudem wurden durch Gefäßerweiterung in der Lunge auch die Beatmungshäufigkeit gesenkt. - neu 26.03.

 

Off Label User

Folgende Arzneimittel werden aktuell auf einen Nutzen gegen Covid-19 geprüft:

  • Camostat - Foipan® (chronische Pankreatitis, postoperative Refluxösophagitis)
  • Chloroquin; Resochin® u. a. (rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus eryth., Malariaprophylaxe und -therapie)  
  • Favipiravir = Favilavir - Avigan® ( pandemische Influenzavirus-Infektionen)
  • Hydroxychloroquin - Quensyl® u. a. (rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus eryth., Malariaprophylaxe und -therapie)
  • Lopinavir/Ritonavir - Kaletra® (HIV-1 )

Das bedeutet, dass diese Präparate stärker nachgefragt werden und damit den eigentlichen Indikatioonen entzogen werden, da sie nicht mehr lieferbar sind.

 

Ausblick

Der Höhepunkt der Coronavirus-Welle (2019-nCoV) ist weder in China, noch hier erreicht, eine Ausbreitung größeren Ausmaßes (Pandemie) nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern eingetroffen.

Vielleicht lernen wir auch von der spanischen Grippe in 1918/1919. Hier zeigte sich im Vergleich von St. Louis und Philadelphia, dass das Unterbinden sozialer Kontakte die Überlebenschance verbesserte.

Nur eine sorgfältige Hygiene und ein gutes Immunsystem können uns schützen.

Haben Sie noch Fragen? Dann sprechen Sie uns an.

Bleiben Sie gesund!

Apotheker Christian Platt