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Husten mit Pflanzenkraft lindern

Erkältung, Grippe oder akute Bronchitis – Husten ist ein häufiges Symptom von Erkrankungen, die vielen Menschen gerade im Winter zu schaffen machen. Pflanzliche Kombinationspräparate bieten geballte Kraft gegen lästiges Husten.

In der Nacht, beim Zähneputzen oder Telefonieren – Husten ist nicht nur lästig, sondern oft auch mit Schmerzen verbunden. Doch der Vorgang an sich hat eine heilende Funktion: Der physiologische Schutzreflex befreit unsere Atemwege vom Schleim. Dieser hat sich auf der Bronchialschleimhaut gebildet, nachdem virale oder bakterielle Krankheitserreger in unsere oberen Atemwege gelangt sind und dort eine Entzündung ausgelöst haben. Genau genommen wird zwischen einem trockenem und einem produktiven Husten unterschieden: Nach der Infektion leiden Betroffene zunächst an einem trockenen Husten, der teils mit Schmerzen verbunden ist. Mit zunehmender Schleimproduktion wandelt sich dieser zu einem produktiven Husten. Bei diesem husten wir meist ein wässriges Sekret ab. Tritt zu der anfangs viralen Infektion eine bakterielle Infektion hinzu, kann es zum Auswurf von schleimig-eitrigem Sekret kommen.

Die Pharmazeutin Dr. Kristina Jenett-Siems gibt in der Deutschen Apotheker Zeitung Tipps, wie Sie produktivem Husten bei Bronchialerkrankungen und Erkältungen mit pflanzlichen Mitteln lindern. Lassen Sie sich vor der Einnahme von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Sind Sie gegen eine der Bestandteile allergisch, informiert Sie Ihr Apotheker über Alternativen. Auch Schwangere, Stillende sowie Frauen, die vermuten, schwanger zu sein oder es aktuell werden möchten, sollten sich in der Apotheke nach anderen Präparaten erkundigen.

Thymian gegen Husten

Thymian ist seit jeher ein bewährtes Mittel bei Erkältungen mit zähem Schleim und bei akuter Bronchitis mit Husten. Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle Thymol und Carvacrol wirken gegen Viren und Bakterien. Außerdem lösen sie zähflüssigen Schleim und Krämpfe. Die Wirkung von Thymian als Kombinationspräparat mit folgenden Heilpflanzen gegen Husten ist wissenschaftlich belegt.  

Kombination von Thymian und Efeu

Efeu-Blätter werden von der immergrünen Kletterpflanze Hedera helix gewonnen. Die Blätter enthalten Substanzen – sogenannte Saponine – die antimikrobiell, krampflösend und entzündungshemmend wirken. Präparate mit Efeu-Extrakten werden eingesetzt bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und akuten Entzündungen der Atemwege mit Husten. Dr. Jenett-Siems nennt den Thymian-Efeu-Saft Bronchipret® Saft TE, der Fluidextrakte aus beiden Pflanzen beinhaltet. Dauern die Beschwerden länger als eine Woche an oder treten Atemnot, eitriger oder blutiger Auswurf oder Fieber hinzu, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt.

Kombination von Thymian und Primelwurzel

Auch Kombinationspräparate mit Thymian und Primelwurzel können die Häufigkeit Ihrer Hustenanfälle verringern. Primelwurzel hilft, zäh sitzenden Schleim zu lösen und somit leichter abzuhusten. In der Apotheke steht Ihnen hierfür das Präparat Bronchipret® Filmtabletten TP zur Verfügung, das Trockenextrakte aus beiden Pflanzen enthält. Bemerken Sie nach zwei Wochen keine Besserung, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Leiden Sie an einer Magenschleimhautentzündung oder an einem Magengeschwür, sollten Sie vorsichtig bei der Anwendung sein und bei Beschwerden sofort mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen. Falls Sie Flüssigkeit bevorzugen, können Sie auf Bronchicum® Tropfen zurückgreifen. Das Arzneimittel sollte ohne ärztliche Absprache nicht länger als eine Woche eingenommen werden.

Quelle: PD Dr. Kristina Jenett-Siems: Gut gegen Husten. Evidenzbasierte Phytotherapie bei Infektionen der oberen Atemwege. In: Deutsche Apotheker Zeitung, Nr. 49, Dezember 2016, S. 34-37.

 

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Cannabis als Arznei auf Rezept!

Cannabis wird künftig auf Rezept erhältlich sein. Das hat der Bundestag heute beschlossen. Vor allem Schmerzpatienten werden von der Regelung profitieren. Wenn alle anderen Schmerzmittel versagen, bietet die umstrittene Hanfpflanze eine gute Alternative.

Künftig müssen Krankenkassen die Kosten für Cannabis übernehmen, wenn Patienten ein entsprechendes Rezept von ihrem Arzt erhalten. Der Arzt darf dies ausstellen, wenn keine andere Therapiemöglichkeit infrage kommt. In kontrollierter Qualität können Patienten dann getrocknete Cannabisblüten und Cannabisextrakte von den bundesweiten Apotheken beziehen. Für die Apotheker kommt damit eine weitere wichtige Aufgabe hinzu: Vor der Abgabe an den Patienten gilt es, das Medikament zu prüfen. Die Regelung wird im März in Kraft treten.

Anbau und Vertrieb durch Cannabisagentur
Bisher bedurften Betroffene einer Ausnahmeregelung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), um Medizinalhanf legal erhalten zu können. Dieser wurde in der Regel bei ausländischen Apotheken bestellt, insbesondere aus den Niederlanden. Die Kosten trugen die Patienten selbst. Gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen stellten die immensen Kosten auf Dauer eine Belastung dar. Dies ebnete den Weg für den illegalen Eigenanbau von Cannabis. Künftig soll die Nachfrage nach Medizinalhanf über den staatlichen Anbau gedeckt werden. Dafür wird eine Cannabisagentur eingerichtet, die den Anbau und Vertrieb koordiniert. Verantwortlich dafür wird das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sein. 

 

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Impfung gegen Lungenentzündung

Vor Lungenentzündung schützt eine Impfung – das ist unbestritten. Besonders Senioren profitieren von der Gesundheitsmaßnahme. Doch welcher Impfstoff eignet sich für diese Altersgruppe? Darin sind sich die Experten noch uneins.

Noch fordert die Lungenentzündung mehr Todesopfer als der Straßenverkehr. Gerade bei den Über-65-Jährigen verläuft die unterschätzte Atemwegserkrankung oft mit schweren Komplikationen. Doch es gibt einen Lichtblick. 80 Prozent der Erkrankungsfälle gehen auf die Bakteriengattung Pneumococcus zurück. Gegen diesen Erreger existiert inzwischen eine Impfung. Sowohl die Ständige Impfkommission (STIKO) als auch die Deutsche Lungenstiftung empfehlen diese Schutzmaßnahme für Senioren und andere Risikogruppen.

Experten empfehlen Impfung gegen Lungenentzündung
Zur Wahl stehen verschiedene Impfstoffe: der Polysaccharidimpfstoff PPSV23 und der Konjugatimpfstoff PVC13. Beide enthalten Zuckermoleküle, so genannte Polysaccharide, aus der Zellhülle der Pneumokokken. Wie der Name bereits verrät, schützt der PPSV23 vor 23 Pneumokokkensubtypen, PVC13 nur vor 13. Aus diesem Grund bevorzugt die STIKO den PPSV23. Nur Immungeschwächten und anderen wenigen Risikogruppen rät sie eine zusätzliche Impfung mit PVC 13.

Impfstoff PVC 23 wirkt länger und stärker
Die Deutsche Lungenstiftung rät zum Konjugatimpfstoff PVC 13. Bei ihm sind die Zuckermoleküle an ein Eiweiß gebunden. Dadurch reagiert das Immunsystem stärker auf den Impfstoff. Das ist besonders für Senioren entscheidend, weil bei ihnen die Impfreaktion generell schwächer ausfällt. Prof. Dr. T.O.F. Wagner ist Vorstandsmitglied der Deutschen Lungenstiftung und Pneumologe am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er betont: „Für ältere Menschen ist der Konjugatimpfstoff erwiesenermaßen wirksamer als der Polysaccharid-Impfstoff. Auch die Dauer des Impfschutzes ist länger.“ So schütze PPSV23 2 Jahre lang, PVC13 über 4 Jahre. Inzwischen sprechen auch mehrere Studien für die Überlegenheit von PVC13.

Quelle: Lungenärzte im Netz

 

 

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Impfung gegen Lungenentzündung

Hautreaktionen im Alter

Im Alter werden sie häufiger – Hautallergien. Oft geht die Reaktion auf Medikamente zurück. Dann benötigen die Betroffenen eine umfassende Beratung durch Arzt und Apotheker. 

Wie kommt es, dass Patienten im Alter allergisch auf Medikamente reagieren, die sie jahrelang gut vertragen haben? Zum einen produziert das alternde Immunsystem weniger Abwehrzellen. Das begünstigt paradoxerweise nicht nur Infektionen, sondern auch allergische Reaktionen. Zum anderen bauen Senioren Arzneimittel langsamer ab. So verbleiben die Medikamente länger und in höheren Konzentration im Blut, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Neben- und Wechselwirkungen erhöht. Genau auf diese unerwünschten Wirkungen reagiert der Körper im Alter mit allergischen Beschwerden. Erschwerend kommt hinzu, dass ältere Menschen häufig mehrere Medikamente einnehmen. Dadurch haben sie per se ein erhöhtes Risiko für Wechselwirkungen und allergische Reaktionen.

Auslöser einer Hautallergie
Die Symptome einer allergischen Hautreaktion reichen von Juckreiz und Rötungen über Quaddeln und Bläschen bis hin zu Hautschwellungen- und Nekrosen. Hautallergien verursachen unter anderem:

•    Blutdruckmittel vom Typ der ACE-Hemmer
•    Penicilline, Sulfonamid-Antibiotika
•    Schmerzmittel wie Cox-2-Hemmer
•    Das Gichttherapeutikum Allopurinol

Apotheker überprüft Medikamente
Senioren, die unter Juckreiz, Ausschlägen, Nesselsucht, Schuppen oder Hautablösungen leiden, wenden sich am besten an ihren Arzt. Denn hinter diesen Anzeichen verbergen sich oft allergische Reaktion. Der Doktor erfasst die Allergieursache und erstellt einen Allergiepass. Der Apotheker hilft, sämtliche verschriebenen und selbst gekauften Medikamente zu sichten und auf Wechsel- und Nebenwirkungen hin zu durchforsten. Anschließend erarbeiten Arzt, Patient und Apotheker eine neue Therapie. Manchmal hilft es schon, den Einnahmezeitpunkt zu ändern. In schweren Fällen benötigt der Betroffene neue Medikamente.

Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen

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Dialyse zu Hause durchführen?

Chronisch nierenkranken Menschen müssen sich regelmäßig einer Blutwäsche (Dialyse) unterziehen. Unter bestimmten Umständen kann diese zu Hause erfolgen. Fachliche Information hilft Betroffenen bei der Therapieentscheidung.

Eine wichtige Aufgabe der Nieren besteht darin, Schadstoffe aus dem Blut zu filtern. Können die Nieren dies aufgrund einer chronischen Erkrankung nicht mehr leisten, kommt die Dialyse zum Einsatz. Eine Maschine („künstliche Niere“) übernimmt die Reinigung des Blutes. Dies kann außerhalb (Hämodialyse) oder innerhalb (Peritonealdialyse) des Körpers erfolgen. Rund 60 000 Patienten in Deutschland sind dauerhaft auf die Dialyse angewiesen. Sie wird mehrmals pro Woche durchgeführt.

Heimdialyse-Verfahren erhöhen Lebensqualität
Normalerweise sucht der Patient für die Dauer der Dialyse eine spezielle Dialysestation im Krankenhaus oder ein ambulantes Dialysezentrum auf. Ist ein Patient gesundheitlich stabil, kann die Hämodialyse zu Hause durchgeführt werden. Heimdialyse-Verfahren erleichtern vielen chronisch nierenkranken Menschen das Leben mit der Krankheit. Sie bieten vielen Dialysepatienten deutlich mehr zeitliche Flexibilität, ermöglichen häufig die Beibehaltung der Berufstätigkeit und tragen damit zu mehr Lebensqualität bei. Doch gibt es gewisse Voraussetzungen: Für eine Heimdialyse benötigt man viel Platz für das Dialysegerät und das zugehörige Material. Manchmal müssen einige Umbauten (Wasseranschluss, Klimaanlage) vorgenommen werden. Zur Sicherheit müssen Arzt und Pflegepersonen jederzeit telefonisch erreichbar und in der Nähe sein. Zudem braucht der Patient einen Partner, der für die Bedienung des Dialysegeräts geschult wurde.

Internetseite hilft bei Entscheidung für ein Dialyseverfahren
Nierenkranke Menschen, die vor der Wahl eines für sie geeigneten Dialyseverfahrens stehen, können sich auf der neuen Internetseite des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e. V. über die Heimdialyse informieren. Persönliche Erfahrungsberichte von KfH-Heimdialyse-Patienten helfen Betroffenen, gemeinsam mit dem behandelnden Arzt eine Entscheidung zu treffen. Zudem werden auf der Internetseite die unterschiedlichen Heimdialyseverfahrenerklärt und wichtige Fragen beantwortet, zum Beispiel zu Beruf, Familie, Freizeit und Ernährung.

Informationsportal www.kfh-heimdiaylse.de

Quelle: Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. (KfH)

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Psychotherapie nach Herz-OP

Optimisten werden schneller gesund. Dafür sorgt der Placebo-Effekt. Diese positive Grundhaltung lässt sich im Rahmen einer Psychotherapie erlernen. Dann ist die Wirkung oft so stark, dass sie sogar die Prognose nach einer Herz-OP verbessert. 

Ein Placebo ist nichts weiteres als ein Zuckerdragee. Es wirkt allein durch die positive Erwartung, die der Patient mit ihm verbindet. Marburger Forscher Patienten verabreichten Patienten nach einer Herz-OP ein Placebo der besonderen Art. Das interdisziplinäre Team aus Psychologen und Herzchirurgen verordnete den Herzkranken eine Psychotherapie. Gemeinsam mit dem Therapeuten wagten die Patienten aus der „Erwartungsgruppe“ einen Blick in die Zukunft. Sie schmiedeten Pläne, steckten neue Ziele und suchten nach persönlichen Wegen, um zu ihren alten Kräften und Lebensumständen zurückzukehren. Absicht der Forscher war es, die positiven Erwartungen der Patienten an die Operation zu steigern.

Hilft Psychotherapie nach Herz-OP?
Zum Vergleich bildeten die Wissenschaftler zwei weitere Gruppen. Die „Unterstützungsgruppe“ absolvierte die gleiche Anzahl an Therapiestunden, jedoch ohne über persönliche Erwartungen zu sprechen. Die „Kontrollgruppe“ erhielt keinerlei psychologische Unterstützung. Nach sechs Monaten erfassten die Wissenschaftler geistiges Wohlbefinden, gesundheitliche Beschwerden, Arbeitsfähigkeit und körperliche Aktivität der insgesamt 142 Teilnehmer.

Placebo-Effekt ergänzt Chirurgie
„Patientinnen und Patienten, die vor der Operation irgendeine Form psychologischer Unterstützung erhielten, ging es sechs Monate danach besser als anderen“, berichtet Studienautor Prof. Dr. Winfried Rief, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Philipps-Universität Marburg. Im Vorteil seien vor allem die Teilnehmer aus der „Erwartungsgruppe“ gewesen. Denn sie hätten persönliche Strategien erlernt, um sich besser und schneller zu erholen. Auch Mitverfasser Rainer Moosdorf, Leiter der Marburger Herzchirurgie glaubt an den Placebo-Effekt. Er helfe den Patienten, sich schneller zu erholen und ergänze so lebensrettenden Aspekte der Chirurgie.

Quelle: Philipps-Universität Marburg

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Hautpflege für Senioren

Zu jedem Alter gehört ein typisches Hautbild. Die reife Haut lässt sich mit den Worten trocken und sensibel umschreiben. Als ideale Ergänzung erweist sich eine reichhaltige, aber milde Hautpflege. Sie ist für Senioren am besten verträglich.

Im Alter durchläuft die Haut weitreichende Veränderungen. Sie wird dünner und verliert an Spannkraft. Ihr pH-Wert steigt und mit ihm die Anfälligkeit für eindringende Keime. Zugleich lockert sich die Hornhautbarriere in der Oberhaut und Nervenzellen dringen in die äußerste Hautschicht ein. Das macht die Haut empfindlicher und steigert die Neigung zu Juckreiz. Da der Körper weniger Immunzellen bildet, kommt es häufiger zu Gürtelrose, Herpes oder Hautallergien. Vor allem aber nimmt die Fettproduktion ab, was zu einer erhöhten Trockenheit führt.

Milde Reinigungssubstanzen verwenden
Klassische Seifen eignen sich nicht für die reife Haut. Mit ihren alkalischen Eigenschaften entziehen sie Feuchtigkeit und zerstören den Säureschutzmantel. Besser geeignet sind Creme- oder Babyseifen mit rückfettenden Tensiden sowie pH-neutrale Syndets. Beim Haarewaschen haben sich milde Babyshampoos bewährt, zum Baden Badeöle. Gleichgültig auf welchen Artikel die Wahl fällt, bei der Anwendung ist Sparsamkeit gefragt. Denn ein zu viel an Reinigungsmittel trocknet die Haut aus.

Öle und Urea für die Hautpflege im Alter
Die Hautpflege richtet sich nach der Tageszeit. Zur Nachtpflege eignen sich W/O-Emulsionen, bei denen der fetthaltige Anteil überwiegt. Morgens kommen Tagescremes vom O/W-Typ zum Einsatz. Sie ziehen rasch ein, weil ihre Basis aus wässrigen Elementen besteht. Idealerweise enthalten sie einen UV-Schutz, da im Alter die Neigung zu Sonnenbrand und Pigmentflecken zunimmt. Für die Körperpflege verwenden Senioren am besten Körperöle. Sie umhüllen den ganzen Körper wie ein wasserabweisender Mantel und schützen ihn so vor Feuchtigkeitsverlust. Präparate mit Urea speichern die Feuchtigkeit in der Haut. Gegen Juckreiz helfen Cremes mit hautähnlichen Lipiden.

Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen

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Hautpflege für Senioren

Zäpfchen richtig anwenden

Zäpfchen sind eine wirksungsstarke Arzneinform – wenn sie richtig verwendet werden. Was es bei der Anwendung und Lagerung von Zäpfchen zu beachten gibt.

So rutscht es am besten
Ein häufiger Anwendungsfehler passiert beim Einführen. „Zäpfchen werden oft mit der Spitze voraus eingeführt“, sagt Wolfgang Kirchner von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Sein Rat: „Ich empfehle hingegen, sie mit dem stumpfen voran einzuführen, denn so gleiten sie leichter in den Darm“. Dies sei vor allem bei Kindern wichtig. Geben Eltern ihren Säuglingen etwa Fieberzäpfchen, hilft es, wenn sie zusätzlich die Pobacken des Babys ein paar Minuten lang leicht zusammendrücken. Bei wasserlöslichen Präparaten hilft noch ein anderer Trick: die Zäpfchen unmittelbar vor dem Einführen befeuchten. Hingegen sollte man das Zäpfchen nicht mit Creme, Babyöl oder Gleitmittel betupfen, denn dies kann die Wirksamkeit beeinträchtigen.

Herausschälen, nicht herausdrücken
Ein Zäpfchen richtig anzuwenden, heißt aber nicht nur, es richtig einzuführen. Auch die Art, wie sie aus der Verpackung gelöst werden, spielt eine wichtige Rolle. So sollten Zäpfchen grundsätzlich nicht herausgedrückt, sondern herausgeschält werden, etwa so wie bei einer Banane. Fällt es jemandem schwer, die Folie mit der Hand abzuziehen, kann er auch eine Schere benutzen.

Richtig dosieren und lagern
Wenn Zäpfchen richtig wirken und keinen Schaden verursachen sollen, müssen sie auch richtig dosiert und gelagert werden. Möchte jemand beispielsweise nur die halbe Dosis verabreichen, sollte er das Zäpfchen einmal längs halbieren – das garantiert, dass auch nur die halbe Wirkstoffdosis in den Körper gelangt. Bei der Lagerung ist es entscheidend, ob die Zäpfchen wasser- oder fetthaltig sind. Fetthaltige Zäpfchen etwa schmelzen bei Körpertemperatur. Ist das einmal passiert, dürfen sie danach nicht mehr angewendet werden. Deshalb ist es wichtig, solche Zäpfchen nicht bei Temperaturen über 25 Grad Celsius zu lagern. Wasserhaltige Zäpfchen hingegen schmelzen nicht so leicht. Sie lösen sich normalerwiese erst im Darm auf.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)

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Zäpfchen richtig anwenden

Im Eis eingebrochen

Experten warnen: Die Dicke des Eises auf zugefrorenen Seen ist derzeit noch zu dünn, um sie sicher zu betreten. Bricht das Eis unter den Füßen ein, ist schnelle Hilfe entscheidend.

Der optische Eindruck kann täuschen
Rein optisch lässt sich die Dicke der Eisschicht nur schlecht einschätzen. Selbst bei Dauerfrost sind viele Gewässer nur oberflächlich zugefroren. Deshalb gilt: Im Zweifel lieber am Ufer bleiben. Einbruchssichere Alternativen bieten künstliche Eisflächen, etwa in Eissporthallen. 

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 100 Menschen, weil das Eis bricht. Von allein schafft es kaum ein Eingebrochener, sich zu retten. Wie man sich richtig verhält, wenn man selbst oder eine andere Person ins Eis eingebrochen ist, weiß Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK:

Wenn man selbst eingebrochen ist

  • Beim Einbruch sofort Arme ausbreiten, um ein Untertauchen unter das Eis zu verhindern.
  • Trotz des Schrecks Ruhe bewahren und um Hilfe rufen.
  • Versuchen Sie sich selbst zu retten, indem Sie sich mit vorsichtigen Bewegungen in Bauch- oder Rückenlage auf die noch feste Eisschicht schieben. Dabei immer in die Richtung arbeiten, aus der Sie kamen. Denn dort hat das Eis auf dem Hinweg gehalten.
  • Am rettenden Ufer angekommen, möglichst schnell einen warmen Raum aufsuchen, um sich aufzuwärmen. Ziehen Sie dort unbedingt die nasse Kleidung aus und trockene Sachen an.
  • Unbedingt einen Arzt aufsuchen oder den Notarzt rufen, besonders bei längerer Unterkühlung. Beim Wiederaufwärmen gelangt kälteres Blut in Richtung des Herzens. Das kann gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen.
  • Klappt der eigene Rettungsversuch nicht, Panik vermeiden. Alle geistigen und körperlichen Kräfte zusammennehmen und darauf achten, sich an der Wasseroberfläche zu halten.

Wenn ich jemanden retten möchte
Rufen Sie grundsätzlich als erstes die 112 an. Schildern Sie den Rettungskräften möglichst genau den Ort. Sollten genügend Personen vor Ort sein, können Sie helfen, indem Sie die Einweisung für die Rettungskräfte organisieren.

  • Das Opfer beruhigen und eventuell zur Selbsthilfe anleiten.
  • Erst wenn das erfolgt ist, den Rettungsversuch starten.
  • Achten Sie vor Beginn der Rettung auf Ihre Eigensicherung. Robben Sie sich möglichst in Bauchlage an die Unglücksstelle heran und denken Sie an Hilfsmittel. Mit lange Gegenständen wie einem Gürtel, Stock oder Schal können Sie den Abstand zum Verunglücktem überbrücken, ohne sich selbst auf dünnes Eis zu begeben.

Erste Hilfe Maßnahmen

  • Ist das Opfer bei Bewusstsein, am rettenden Ufer die nasse Kleidung entfernen und den Geretteten möglichst in einen warmen, windgeschützten Raum bringen. Achtung, der Raum sollte nicht überwärmt sein. Dort in Decken oder Rettungsdecken (silber-gold) einwickeln.
  • Bringen Sie die verunglückte Person in eine völlige Ruhelage, sodass sie sich weder aktiv noch passiv bewegt. Auf keinen Fall Hände oder Füße massieren.
  • Warme Getränke verabreichen, aber keinen Alkohol.
  • Ist die Person nicht ansprechbar, sollten Sie sie in die stabile Seitenlage bringen. Führen Sie, wenn nötig, Wiederbelebungsmaßnahmen durch.
  • Das Opfer vor weiterer Kälte schützen, bis der herbeigerufene Rettungsdienst am Unfallort eintrifft.

Quelle: Barmer GEK

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Kindern gesunde Ernährung vermitteln

Fertigpizza, Döner oder Mahlzeiten aus Konserven: Viele Kinder bevorzugen ungesundes Essen. Wie Eltern ihren Kindern ausgewogene Ernährung vermitteln und dabei als Familie eine schöne Zeit haben, verraten Kinder- und Jugendärzte.

„In den Familien wird immer weniger mit frischen und gesunden Lebensmitteln gekocht, das spiegelt sich auch in der Kindergesundheit wider. Wir erleben immer mehr fehl- und überernährte Kinder und Jugendliche in unseren Praxen. Hier muss sich dringend etwas ändern,“ meint Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. „Die Familie ist der Platz, an dem Kinder von Beginn an ein Bewusstsein für gute Ernährung entwickeln können. Schnell und gesund zu kochen ist gar nicht so schwer.“

Tipps für Eltern

  • Frische Lebensmittel einkaufen: Ideal sind einheimische Kartoffeln und Gemüse der Saison aus der Region und zwei- bis dreimal wöchentlich ein kleines Stück Biofleisch. Diese Zutaten für eine selbstzubereitete Mahlzeit sind preiswerter als Burger, Döner und Fertigpizza.
  • Kinder am Einkauf beteiligen. Kinder, die ihr Lieblingsgemüse und Obst selbst ausgewählt haben, werden dieses auch eher essen als Sorten, die sie nicht mögen.
  • Gemeinsam kochen und backen: Möhren schneiden, Kartoffeln schälen oder aus Mehl, Eiern, Butter und Zucker einen duftenden Teig machen, den Kinder und Jugendliche mit beiden Händen bearbeiten können: Dies regt Geist und Sinne an, fördert das Sprechenlernen und schult die Grob- und Feinmotorik.
  • Essen in Gesellschaft macht Spaß: Wer sich Zeit für gemeinsame Mahlzeiten nimmt, der gibt seiner Familie Raum für Ausgelassenheit und Austausch.

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte

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Kindern gesunde Ernährung vermitteln
22.01.2017
Schmerzempfinden Gib mir Deine Hand, Schatz
Forscher sagen: Geht es darum, Schmerzen auszuhalten, kann Händchenhalten helfen
Thinkstock/Wavebreak Media
So schön, so einfach, so ­effektiv: Händchenhalten kann helfen, Schmerzen zu lindern. Es habe einen beinahe betäubenden Effekt, fanden Forscher der Universität Haifa in ­Israel heraus. Je größer die Empathiefähigkeit des Berührenden war, umso stärker war der Effekt. Im Fachmagazin Journal of Pain berichten sie, dass sogar allein die Anwesenheit des Partners schon helfe, ­Schmerzen besser zu ertragen. Händchen ­halten – ein schöner Tipp zum Beispiel für alle, bei ­denen die Geburt des Kindes kurz bevorsteht.

21.01.2017
Schmerzempfinden Gib mir Deine Hand, Schatz
Forscher sagen: Geht es darum, Schmerzen auszuhalten, kann Händchenhalten helfen
Thinkstock/Wavebreak Media
So schön, so einfach, so ­effektiv: Händchenhalten kann helfen, Schmerzen zu lindern. Es habe einen beinahe betäubenden Effekt, fanden Forscher der Universität Haifa in ­Israel heraus. Je größer die Empathiefähigkeit des Berührenden war, umso stärker war der Effekt. Im Fachmagazin Journal of Pain berichten sie, dass sogar allein die Anwesenheit des Partners schon helfe, ­Schmerzen besser zu ertragen. Händchen ­halten – ein schöner Tipp zum Beispiel für alle, bei ­denen die Geburt des Kindes kurz bevorsteht.

20.01.2017
Diabetes Mit Typ 1 ins Cockpit?
Anders als in Deutschland dürfen Menschen mit Typ-1-Diabetes in Großbritannien Pilot werden – unter Auflagen
Jupiter Images GmbH/Thinkstock
Pilot ist einer der wenigen Berufe, die Typ-1-Diabetikern verwehrt sind. Allerdings nicht in Großbritannien. Dort dürfen seit 2012 auch Typ-1-Diabetiker Linienmaschinen steuern, wenn sie eine Reihe von Auflagen erfüllen, darunter engmaschige Zuckerkontrollen. Eine Studie zeigte jetzt, dass die betroffenen Flugkapitäne während mehrerer Tausend Flugstunden fast ausnahmslos vorbildliche Zuckerwerte hatten. In keinem Fall kam es während eines Fluges zu blutzuckerbedingten Problemen.

Impressionen