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Fahrradfahren im Winter

Eisiger Fahrtwind, dichter Regen und dunkle Straßen – im Winter wird Fahrradfahren zur Herausforderung. Doch mit passender Ausrüstung und der nötigen Vorsicht fördert der winterliche Radsport sogar die Gesundheit. 

Im Winter satteln die meisten Fahrradfahrer auf Bus oder Straßenbahn um. Doch einige Hartgesottene bleiben ihrem Drahtesel treu. „Das ist schlau“, meint Thomas Pillig von der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Dortmund. „Denn wer sich in der kalten Jahreszeit regelmäßig an der frischen Luft bewegt, stärkt sein Immunsystem und wirkt zahlreichen Erkrankungen entgegen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen.“ Schon wer 30 Minuten täglich in die Pedale tritt, punktet für seine Gesundheit.

Geeignete Winterausrüstung
Handschuhe und Schal sind für Winterradler Pflicht. Nur die Mütze wird zum Problem. Sie bringt den Helm zum Rutschen. So gefährden die Helmkanten bei einem eventuellen Sturz den Nackenbereich. Als Alternative bieten Spezialgeschäfte dünne, warme Radlermützen an. Fahrradmützen mit Schutzelementen vereinen die Eigenschaften von Helm und Mütze in sich. Sie sind aber nicht so sicher wie der klassische Kopfschutz. Die ideale Radfahrkleidung ist warm und atmungsaktiv. Helle Farben und lichtreflektierende Streifen fallen selbst an nebligen Winterabenden ins Auge.

Sicher Fahrradfahren trotz Winter
Ohne funktionierende Bremsen und vorschriftmäßige Beleuchtung sollte sich niemand auf winterliche Wege begeben. Deshalb empfehlen Experten zu Beginn der Herbstsaison einen Checkup beim Radprofi. Auch ein Reifenwechsel ist zu überlegen. Ein geringerer Reifendruck verbessert zusätzlich die Straßenhaftung. Vor allem Brücken und schattige Streckenabschnitte erfordern die volle Aufmerksamkeit des Fahrers, da sie häufig vereisen. Kurven fährt der erfahrene Radler im Winter langsam an, ohne zu bremsen. Sobald die Radwege ungeräumt sind, dürfen Fahrradfahrer auf die Autostraße überwechseln.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

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Mit Mobbing richtig umgehen

Lästern, hänseln, mobben – manche Kinder durchleiden im Schulalltag ein wahres Martyrium. Mit dem Grundsatz „Einfach nicht hinhören“ kommen sie meist nicht weiter. Stattdessen hilft ihnen eine beherzte Retourkutsche.

Ignorieren ist die falsche Stategie
Prof. Elisabeth Laugeson ist Psychologin am Department of Psychiatry and Bioverhavioral Sciences der Universität von Kalifornien. Sie hat erforscht, was Kindern am besten hilft, wenn sie Opfer von Mobbing werden. Davon, die kränkenden Worte einfach zu ignorieren, hält die Professorin aus Los Angeles nichts. Das ermutige den Mobber nur zu weiteren Sticheleien. Wer sein Leid Eltern oder Lehreren klagt, hat sogar mit Strafaktionen seiner Peiniger zu rechnen. „Besser ist es, wenn Kinder eine kurze ‚Retourkutsche‘ geben“, rät Prof. Laugeson.

Mögliche Reaktionen bei Mobbing
Laugeson empfiehlt kurze Sätze, die den Mobber bloßstellen und ihm das Gefühl vermitteln, langweilig oder dumm zu sein. Beispielsweise:

  • „Was auch immer…“
  • „Na und?“
  • „Wen interessiert das?“
  • „Echt beeindruckend...“
  • „Und warum soll mich das interessieren?“
  • „Soll das lustig sein?“

 

„Schüler können ihre Worte mit Körpersprache untermalen, in dem sie mit den Augen rollen oder mit den Schultern zucken, um zu zeigen, dass sie nicht beeindruckt sind“, ergänzt Prof. Laugeson.

Nach dem Kommentar weggehen

Nach der Retourkutsche entfernen sich die Mobbing-Opfer am besten sofort vom Ort des Geschehens. Mit diesem Souveränen Abgang unterstreichen sie das Gesagte. Außerdem nehmen sie ihrem Peiniger die Möglichkeit für weitere gehässige Kommentare. „Gehänselte sollten nie weggehen, ohne sich dem Angriff verbal zu widersetzen oder ohne gezeigt zu haben, dass ihnen die Äußerungen egal sind,“ betont Dr. Laugeson.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz, Englischsprachiger Artikel der Universität von Kalifornien

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Trinkgewohnheiten bei Männern

Die Weihnachtsmärkte in der Vorweihnachtszeit laden viele Menschen ein zum Glühwein trinken. Gerade viele der über 30-jährigen Männer gehen zu sorglos mit Alkohol um, warnen Experten der Deutschen Krebsstiftung.

Laut Statistik trinkt jeder Bundesbürger im Mittel rund 21 Liter Wein und 107 Liter Bier pro Jahr. „Für viele Männer gehören alkoholische Getränke zum Alltag und sind Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens“, weiß Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Alkohol fördert die Geselligkeit, dient zur Entspannung nach getaner Arbeit und wird als vermeintlicher Seelentröster leider viel zu oft genutzt. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs bekannt.“

Alkohol fördert Krebsentwicklung
Neben Tabakkonsum zählt Alkohol zu den Hauptrisikofaktoren für das Entstehen von Krebs im oberen Verdauungstrakt. Denn in den dortigen Schleimhäuten gelangt der Alkohol überwiegend in das Blut, das diesen dann im ganzen Organismus verteilt. Die krebsfördernde Wirkung geht dabei von Acetaldehyd aus, die beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum schädigt das Zellgift Nervenzellen und Organe und fördert die Entwicklung von Leber-, Magen-, Darm- und Speiseröhrenkrebs. Schon relativ geringe Mengen von 10 bis 45 Gramm Alkohol täglich erhöhen beispielsweise das Darmkrebs-Risiko um 16 Prozent. Ein Glas Wein enthält bereits rund 20 Gramm.

Faustregel für täglichen Alkoholkonsum
Erwachsene Männer sollten deshalb nicht mehr als einen Viertelliter Wein oder 0,6 Liter Bier pro Tag konsumieren. Dies entspricht 24 Gramm Alkohol. Zudem sollten sie mindestens zwei alkoholfreie Tage in der Woche einplanen, damit der Körper sich regenerieren kann. Das empfehlen Experten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Frauen vertragen in der Regel nur die Hälfte an Alkohol und sollten nicht mehr als 12 Gramm Alkohol zu sich nehmen. Dies entspricht etwa einem Achtel Glas Wein (0,125 Liter) oder einem kleinen Glas Bier (0,25 Liter). Für einen verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholischen Getränken dankt nicht nur der Körper, sondern auch das Erinnerungsvermögen – denn so bleibt der Adventsabend auf dem Weihnachtsmarkt lange im Gedächtnis.

Weitere Informationen
Weitere Informationen und Tipps zum Alkoholkonsum bietet der Ratgeber „Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit – Weniger Alkohol“ der Deutschen Krebshilfe. Interessierte können diesen kostenlos als PDF heruntergeladen oder bestellt werden bei der

Deutsche Krebshilfe
Postfach 1467
53004 Bonn

Deutsche Krebshilfe

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Heiße Gefahren für Kinder

Zur Adventszeit ist die Verbrennungsgefahr für Kinder besonders hoch. Wie man Verbrennungen vorbeugt und was im akuten Fall zu tun ist.

Kinderhaut ist dünner als die Haut von Erwachsenen und damit anfälliger für Verbrennungen und Verbrühungen. Schon ab Temperaturen von 52 °C kann die zarte Kinderhaut geschädigt werden – das entspricht in etwa der Gradzahl eines Glühweins oder Tees.

Kindern Gefahren erklären
Die möglichen Folgen sind Schmerzen, jahrelange Behandlungen und sichtbare Narben. Besonders gefährdet ist die Altersgruppe unter 5 Jahren, denn Kleinkinder können die Gefahr durch Feuer oder heiße Gegenstände noch nicht einschätzen. Hier sind die Eltern gefordert: Sie sollten die Bedrohungen im häuslichen Umfeld kennen und den Kindern erklären, was "heiß" bedeutet, raten die Experten von Paulinchen. Verbrennungsquellen sollten für Kinder unerreichbar sein.

Im Zweifel zum Arzt
Und wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung kommt? Bei allen größeren Verbrennungen sollte man den Haus- oder Notarzt rufen oder ins nächstgelegene Krankenhaus fahren. In einigen Städten gibt es spezielle Verbrennungszentren. „Sind bei Kindern etwa zehn Prozent der Körperoberfläche verbrannt, kann sie dies bereits in Lebensgefahr bringen“, warnt Joachim Suß, Leiter der Kinderchirurgie am Hamburger Wilhelmsstift.

Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen
Bis der Notarzt eintrifft oder das Krankenhaus erreicht ist, sind die richtigen Sofort-Maßnahmen wichtig. Die verbrannte Stelle muss für etwa 10 Minuten gekühlt werden. Das lindert die Schmerzen. Außerdem erreicht man, dass auch in tieferen Gewebeschichten der Wunde die Temperatur sinkt. „Dafür aber kein eiskaltes, sondern etwa 15 °C warmes Wasser benutzen“, rät Suß. Nimmt man zu kaltes Wasser, ziehen sich die Gefäße an der verletzten Stelle zusammen und durchbluten die Haut nicht mehr. Das schadet der Wunde zusätzlich. Cool-Packs oder Eis sind deshalb zum Kühlen ungeeignet. Der Arzt empfiehlt stattdessen, feuchte Handtücher auf die verbrannte Haut zu legen. „Aber auch hier nicht übertreiben – Kinder kühlen viel schneller aus als Erwachsene“, weiß der Kinderchirurg. Um einer Unterkühlung vorzubeugen, sollte die Kühlzeit maximal 15 Minuten betragen.

Kleine Verletzungen heilen von selbst
In vielen Fällen verletzen sich Kinder im Haushalt nur kleinflächig und leicht. Die Haut ist dann lokal gerötet, wirft aber keine Blasen. Solche oberflächlichen Verletzungen verheilen normalerweise innerhalb von drei bis zehn Tagen ohne ärztliche Hilfe. Eine Brandsalbe oder Wundheilsalbe unterstützt die Heilung. Auch hier hilft im Akutfall schnelles Kühlen. Schmerzt die betroffene Stelle, obwohl sie gekühlt wird, lindern Zäpfchen, zum Beispiel mit Paracetamol, die Beschwerden der kleinen Patienten.

Verbrennungsunfällen durch Information und Aufklärung entgegenzuwirken ist Ziel von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder. Zu diesem Zweck steht der 7. Dezember 2017 unter dem Motto „Tag des brandverletzten Kindes – Heiße Gefahren für Kinder!“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie

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Trockene Augen im Winter

Warme Heizungsluft lässt im Winter unsere Augen austrocken. Nur ein feuchter Tränenfilm kann das Sehorgan jedoch vor Infektionen schützen. Wie wir unsere Augen in warmen Räumen feucht halten.

Mit jedem Lidschlag ziehen wir unbewusst einen Tränenfilm über die Augen. So spülen wir kleine Fremdkörper von der Oberfläche, sodass sie glatt und geschmeidig bleibt. Zusätzlich verteilt der Tränenfilm auf dem Sehorgan keimtötende Substanzen, die es vor Infektionen schützt. Außerdem versorgt die Flüssigkeit bei jedem Lidschlag die Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Doch in geheizten Räumen verdunstet der Tränenfilm schneller auf unseren Augen. Prof. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) gibt folgende Tipps zum Feuchthalten unserer Augen:

  • Regelmäßiges Lüften versorgt den Raum mit feuchter Luft. Und häufige Spaziergänge tragen nicht nur zu unserem Allgemeinbefinden bei, sondern versorgen unsere Augen auch länger mit feuchter Luft.
  • Wie in Gebäuden sollte die Luft auch im Auto nicht zu stark aufgeheizt und somit trocken werden. Die Luftzirkulation sollte möglichst niedrig eingestellt und der Luftstrom nicht direkt auf die Augen eingestellt sein.
  • Ausreichend Trinken sorgt dafür, dass in den Augen genügend Flüssigkeit für den Tränenfilm zur Verfügung steht.
  • Ein wichtiger Bestandteil des Tränenfilms ist die obere, ölige Schicht. Sie bewirkt, dass die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet. Das fetthaltige Sekret wird in den Meibomdrüsen produziert, die an den Lidkanten sitzen. Vorsichtiges Reinigen mit warmem Wasser und anschließendes Massieren der Lidkante – etwa mit einem Watteträger – unterstützt die Funktion der Meibomdrüsen.

 

Bei anhaltenden trockenen Augen zum Augenarzt
Wer länger unter trockenen Augen leidet, sollte dies von einem Augenarzt überprüfen lassen. Der Facharzt untersucht, ob ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange er stabil ist oder ob die Augen noch andere Beschwerden aufweisen. Meist reicht das Anwenden von Tränenersatzmitteln zur Behandlung trockener Augen aus. Betroffene können diese in Form von Tropfen, Sprays oder Gele auftragen. Liegt zusätzlich eine anhaltende Entzündung der Augenoberfläche vor, wird der Augenarzt die Gabe von entzündungshemmenden Augentropfen erwägen.

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

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Wie oft ist Badetag für Kinder?

Im Barock galt Baden als gesundheitsschädlich. Später erhoben die Menschen den Samstag zum Badetag. Dann kamen Zeiten, in denen Mütter stolz darauf waren, ihre Babys täglich zu baden. Inzwischen haben sich die Badesitten für Kinder wieder gelockert.

„Für Kinder sind ein paar Keime hier und da gesund, denn so lernt ihr Körper, Bakterien zu bekämpfen und ein starkes Immunsystem aufzubauen“, argumentiert Prof. Robert Sidbury von der School of Medicine der Universität Washington. Worauf es bei der Körperpflege für Kinder ankommt, erläutert der Dermatologe aus St. Louis in einer Veröffentlichung der American Academy of Dermatology (AAD).

Körperhygiene hängt vom Alter ab
"Abhängig von ihrem Alter und ihrer Aktivität, brauchen die meisten Kinder nur ein paar Mal pro Woche ein Bad“, erklärt Prof. Sidbury. Schließlich schwitzen Kinder noch nicht so stark wie Erwachsene. Für Babys und Kleinkinder empfehlen Experten ein bis zwei Bäder pro Woche. Schulkinder sollten zwei bis dreimal pro Woche in die Badewanne steigen. Haarshampoo kommt ein- bis zweimal wöchentlich zum Einsatz. Leichter haben es kleine Lockenköpfe und Kinder mit trockenem Haar. Sie müssen sich nur alle sieben bis zehn Tage die Haare waschen lassen. Wenn in der Pubertät die Schweiß- und Talgproduktion einsetzt, stehen Duschen und Haare waschen auf der Tagesordnung.

Situationsgemäß entscheiden
Natürlich kommt es immer wieder zu einem Bad außerhalb der Reihe. Auf die sommerlich oder urlaubsbedingten Badefreuden in See und Meer folgt ein reinigendes Wannenbad zu Hause. Ein Schwimmbadbesuch erfordert sogar zwei Duschgänge – vor und nach dem Baden. Dass Körpergeruch, Schmutz und Schweiß ein Bad nach sich ziehen, versteht sich von selbst.  

Quellen: Kinder- und Jugendärzte im Netz, MedicalXpress

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Asthma bei Anstrengung

Kurzatmigkeit oder Luftnot nach körperlicher Belastung deuten auf ein Anstrengungs-Asthma hin. Präbiotika sollen diese Beschwerden lindern, indem sie das Immunsystem stärken. Eine neue Untersuchung aus England bekräftigt diese Annahme.

Präbiotika stärken das Immunsystem
Zahlreiche Studien haben es gezeigt: Eine gesunde Darmflora – insbesondere ihre Zusammensetzung und die Vielfalt an verschiedenen Bakterienarten – stärkt die körpereigene Immunabwehr. Von diesem Effekt können womöglich auch Menschen mit Anstrengungs-Asthma profitieren. Forscher der Nottingham Trent University in England haben untersucht, wie sich die Einnahme eines präbiotischen Nahrungsergänzungsmittels namens B-GOS (Bimuno-Galacto-Oligosaccharid) auf die Lungenfunktion von Menschen mit Anstrengungs-Asthma auswirkt. Das Präbiotikum regt das Wachstum und die Aktivität bestimmter Bakterienarten im Dickdarm gezielt an.

Die Forscher gaben der einen Hälfte der Studienteilnehmer über drei Wochen das Präbiotikum, die Kontrollgruppe nahm keine Präparate ein. Anschließend unterzogen die Forscher beide Gruppen einem Hyperventilationstest. „Dieser Test simuliert eine körperliche Belastungsphase und kann somit die typischen Symptome eines Anstrengungs-Asthmas provozieren“, erläutert Prof. Dr. Thomas Wagner, Vorstandsmitglied der Deutschen Lungenstiftung.

Bessere Lungenfunktion durch Präbiotikum
Im Vergleich zur Kontrollgruppe fiel der Abfall der Lungenfunktion bei den Patienten, die das Präbiotikum einnahmen, geringer aus. Sie berichteten auch über weniger Atembeschwerden und ihr Blut wies weitaus weniger Marker für eine Atemwegsentzündung auf. „Diese Studie zeigt, dass Präbiotika eine zusätzliche Möglichkeit darstellen können, bei Anstrengungs-Asthma die Therapie zu unterstützen“, betont Prof. Wagner, Lungenfacharzt (Pneumologe) am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Betroffene, die ihr Immunsystem stärken möchten, finden bei Ihrem Arzt oder Apotheker Rat.

Weitere Informationen:
Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie finden Interessierte auf der Website des British Journal of Nutrition.

Quelle:
www.lungenaerzte-im-netz.de

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Mehr Allergien durch Klimawandel?

Die Zahl der Menschen mit Allergien wird in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen, vermuten Forscher. Verantwortlich sei der Klimawandel. Besonders rasch verbreitet sich die Pflanze Ambrosia.

Die Pollen der Ambrosia (Ragweed, Traubenkraut) sind ein weitverbreitetes Allergen. Eine einzige Pflanze produziert bis zu eine Milliarde von Pollenkörnern pro Saison. Für Allergiker wird das schnell zur Belastung. Die Anzahl der Menschen, die auf Ambrosia allergisch reagieren, könnte sich bis 2050 mehr als verdoppeln. Denn aufgrund des Klimawandels dürfte sich die Blühperiode von Ambrosia verlängern. Das geht aus einer Studie der Universität Wien hervor. Zudem nehmen die Forscher an, dass viele der Pflanzen mehr Pollen bilden.
Das Forschungsteam analysierte Daten zum Klimawandel sowie zur Verbreitung von Ambrosia-Pflanzen, Pollenproduktion und -ausbreitung. Anschließend erstellten die Wissenschaftler Europa-Karten mit der geschätzten Ambrosia-Belastung während der künftigen Pollensaisons und kombinierte diese mit Daten über Wohnorte und das Ausmaß der Allergiebelastung in der Bevölkerung.

Ambrosia profitiert von Klimawandel
„Die Ragweed-Pollenallergie […] breitet sich auch in Gegenden aus, wo dies derzeit noch selten der Fall ist“, warnt Michelle Epstein, Studienkoordinatorin von der Universitätsklinik für Dermatologie an der MedUni Wien. „Das Problem wird sich in Ländern mit einem bereits existierenden Ragweed-Problem, wie in Ungarn und Kroatien, möglicherweise noch verstärken, aber auch in Deutschland, Polen und Frankreich.“ Maßnahmen zur Ambrosia-Kontrolle seien daher enorm wichtig für das öffentliche Gesundheitswesen und eine wesentliche Anpassungsstrategie gegen die Auswirkungen des Klimawandels. „Man muss aber auch betonen, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels nicht auf Ragweed beschränken und dass eine ganze Reihe von anderen pollenproduzierenden Pflanzenarten möglicherweise auch davon betroffen ist“, gibt Epstein zu Bedenken.

Weitere Informationen:
Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie finden Interessierte auf der Website von Environmental Health Perspectives.

Quelle: Universität Wien

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Bundesteilhabegesetz beschlossen

Der Bundestag hat heute das Bundesteilhabegesetz beschlossen. Es soll Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Was das Gesetzes vorsieht.

Die gesetzlichen Regelungen für die Unterstützungsleistungen für Menschen mit körperlicher beziehungsweise geistlicher Behinderung waren bisher auf verschiedene Bereiche des Sozialgesetzes verteilt. Oft wurden Ansprüche nur im Rahmen der „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ des Sozialgesetzbuches XII gewilligt. Das neue Bundesteilhabegesetz soll die Regelung nun bündeln.

Antragsstellung bundesweit einheitlich und unbürokratischer
In einem bundeseinheitlichen Verfahren werden die Leistungen für jede Person künftig einzeln ermittelt und auf den individuellen Bedarf zugeschnitten. Die Bewilligung von Eingliederungshilfen wird damit nicht mehr abhängig vom Wohnort sein. Der Antrag auf Persönliches Budget für das Bezahlen einer persönlichen Assistenz beispielsweise konnte aus Kostengründen vom Sozialamt in einem Bundesland bewilligt werden, in einem anderen jedoch abgelehnt – die Unterbringung in ein Heim war oftmals preiswerter. Darüber hinaus erhoffen sich die Sozialleistungsempfänger Besserungen bei der Berechnung der Geldbeträge.

Gesetz sieht finanzielle Besserungen vor
Nach der Lesung am 1. Dezember hat der Bundestag das Bundesteilhabegesetz verabschiedet. In Zukunft werden Menschen mit Behinderungen, die staatliche Leistungen empfangen, finanziell entlastet – sie dürfen einen höheren Einkommens- und Vermögensbetrag einbehalten, als bisher. Das Einkommen der Ehepartner wird nicht mehr zur Berechnung der Leistungen herangezogen. Darüber hinaus erhalten Menschen mit Behinderungen mit einer Arbeit in Werkstätten mehr Geld. Die nun bundesweit eingeführten Lohnkostenzuschüsse sollen einen Anreiz für Arbeitgeber schaffen, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Damit erfüllt sich die Hoffnung vieler Betroffener, den Wechsel von den Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt leichter zu vollziehen. Bisher war dies nur in einigen Bundesländern möglich. In dieser Hinsicht bedeutet das Gesetz eine Verbesserung für Menschen dieser Bevölkerungsgruppe. Doch vielen gehen die Bestimmungen nicht weit genug, um Menschen mit Behinderungen zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu verhelfen.

Mehr Informationen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

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Welt-AIDS-Tag 2016

Der diesjährige Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember findet unter dem Motto „#positivzusammenleben“ statt. Denn Ängste und Vorurteile führen dazu, dass HIV-Infizierte im Alltag Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren.

Fehlendes Wissen ruft bei vielen Personen Angst vor Menschen mit einer HIV-Infektion hervor. Schnell entstehen Vorurteile, die das Verhalten von Unwissenden gegenüber Patienten prägen. Zusätzlich zur Krankheit leiden Patienten oft unter Ausgrenzung und Diskriminierung.

Infektion im Alltag nicht übertragbar
Deshalb setzt die bundesweite Kampagne „#positivzusammenleben“ des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BZgA) zum Welt-AIDS-Tag auf Aufklärung. Die Immunschwächekrankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome, erworbenes Immunschwächesyndrom) wird durch das Hummane-Immundefizienz-Virus (HI-Virus) übertragen. Dieses wird prinzipiell mit allen Körperflüssigkeiten ausgeschieden – insbesondere mit Blut, Sperma und Scheidensekret.

Geschlechtsverkehr ist daher einer der Hauptübertragungswege. „Das HI-Virus gehört zu den Krankheitserregern, die beim Umgang im Alltag nicht übertragen werden“, informiert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Beim Sex schützen Kondome vor einer Ansteckung. Eine HIV-Therapie bietet ebenfalls einen Schutz vor Ansteckung unter der Voraussetzung, dass die Viruslast beziehungsweise die Zahl infizierter Zellen in den Körperflüssigkeiten und Schleimhäuten unter der Nachweisgrenze liegt.“

Informieren für positives Miteinander
Dank der Fortschritte in der Medizin ermöglichen Medikamente den meisten HIV-positiven Menschen, ihren Berufsalltag und ihre Freizeit weitgehend normal zu gestalten. Doch Ängste und Vorurteile vieler Menschen schränken die gesellschaftliche Teilnahme vieler Patienten ein. Drei der 85.000 Betroffenen in Deutschland geben der Aufklärungskampagne deshalb ihr Gesicht und setzen sich für ein aufeinander Zugehen und Miteinander ein. „Ich glaube, man kann Angst abbauen, indem man bei Unsicherheiten Fragen stellt und miteinander ins Gespräch kommt“, meint Wolfgang aus Frankfurt, einer der drei Patienten und Mitgestalter der Welt-AIDS-Tag-Kampagne „#positivzusammenleben“.

Weitere Informationen und Mitmach-Aktionen zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag finden Sie auf der Internetseite des Welt-AIDS-Tages www.welt-aids-tag.de

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08.12.2016
Selen Schutz für die Leber
Wer viel Selen mit dem Essen aufnimmt, senkt sein Leberkrebsrisiko – so das Ergebnis einer Studie
W&B/Ulrike Möhle
Wer mit der Nahrung viel von dem Spurenelement Selen zu sich nimmt, senkt sein Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. So lautet das Fazit eines internationalen Forscher­verbunds, veröffentlicht in dem Fachmagazin American Journal of Clinical Nutrition. Besonders reich an Selen sind beispielsweise Nüsse, Fische und Hülsenfrüchte.

03.12.2016
Autofahren Handys erhöhen Unfallgefahr
Wer während dem Autofahren auf dem Smartphone herumtippt, ist abgelenkt – und baut eher einen Unfall
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Wer beim Autofahren mit dem Smartphone hantiert, riskiert sein Leben: Die Unfallgefahr steigt um das Fünffache – beim Lesen und Schreiben von Nachrichten sogar um das Zehnfache, warnt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfall­chirurgie (DGOU).
Wer zum Beispiel bei Tempo 50 nur fünf Sekunden mit dem Handy beschäftigt ist, befindet sich mit seinem Auto 70 Meter im Blindflug. 2015 wurden auf deutschen Straßen 3459 Menschen getötet – 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

28.11.2016
Multiresistente Keime Von zu Hause in die Klinik
Jedes Jahr sterben Menschen an Infektionen im Krankenhaus. Wo kommen die Erreger her? Dem gingen Wissenschaftler nach
Thinkstock/Ablestock
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 15.000 Menschen im Krankenhaus an einer Infektion mit Bakterien, denen Antibiotika nichts mehr anhaben können. Aber woher kommen die Erreger? Forscher der Uniklinik Köln untersuchten dazu mehr als 4000 Patienten bei der Aufnahme. Ergebnis: Jeder Zehnte brachte die Keime bereits mit. Die Forscher fordern bessere Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern und den Verzicht unnötiger Antibiotika-Therapien.

Impressionen